Der Kongress am Park bietet hervorragende Rahmenbedingungen
Experten Café – direkter Austausch mit den Referenten
Fachausstellung und Networking im Foyer des Kongress am Park in Augsburg.

KUMAS-Fachkongress am 25./26. März 2026 im Kongress am Park in Augsburg

Das KUMAS UMWELTNETZWERK veranstaltete zusammen mit den Kooperationspartnern Bayerisches Landesamt für Umwelt, AU Consult GmbH und bifa Umweltinstitut GmbH die Bayerischen Abfall- und Deponietage zum 27. Mal in Folge! 

Begleitet wurd der zweitägige Kongress von einer Fachausstellung, in der sich branchenspezifische Unternehmen und Dienstleister den Teilnehmern präsentierten.

Das Programm der 27. Bayerischen Abfall- und Deponietage (pdf)

Die Referent*innen der 27. Bayerischen Abfall- und Deponietage (pdf)

Insgesamt konnten wieder über 400 Teilnehmer zum Update und Austausch zur Kreislaufwirtschaft und Deponietechnik in der UNESCO Welterbestadt Augsburg begrüßt werden.

Save the date! Die 28. Bayerischen Abfall- und Deponietage finden am 13./14. April 2027 im Kongress am Park statt.

Lesen Sie hier einen kurzen Nachbericht zur aktuellen Entwicklung der Kreislaufwirtschaft:

Die jüngsten Berichte zur Entwicklung des deutschen und europäischen Kreislaufwirtschaftsrechts riefen in der Diskussion nicht nur positive Reaktionen hervor. Hinter Schlagworten wie „Pragmatismus“ und „Entlastung“ verbirgt sich nach Ansicht von Kritikern eine gefährliche Aufweichung von Umweltstandards und eine Verschleppung notwendiger Reformen.

Umweltomnibus: Freibrief bis 2035?

Kritisch muss der sogenannte „Umweltomnibus“ der EU-Kommission bewertet werden. Während das Ziel, den Verwaltungsaufwand zu senken, vordergründig legitim erscheint, wirft z. B. die geplante Aussetzung der Vorschriften über die Ernennung eines Bevollmächtigten für die erweiterte Herstellerverantwortung bis zum Jahr 2035 Fragen auf. Eine solche Fristverlängerung für Hersteller, die Produkte in anderen Mitgliedstaaten vertreiben, droht die Verantwortlichkeit für Abfallströme über ein Jahrzehnt lang zu verwässern. Zudem dürfte der Verwaltungsaufwand in der Überwachung und Verifizierung der Regelungen wohl kaum weniger werden.

Nationale Strategie: Personalabbau trifft auf komplexe Aufgaben

Auch auf nationaler Ebene gehen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Der Koalitionsvertrag sieht vor, den Personalbestand in der Verwaltung bis 2029 um mindestens acht Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig sollen jedoch Genehmigungsverfahren beschleunigt, die Digitalisierung vorangetrieben und komplexe neue Regelwerke wie die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie umgesetzt werden. Wie eine ausgedünnte Verwaltung die Mammutaufgaben einer umfassenden Transformation zur Kreislaufwirtschaft schneller und effizienter bewältigen soll, ohne dass die Umweltqualität darunter leidet, bleibt offen.

Lückenhafter Umweltschutz: PFAS-Verbot und Lebensmittelverschwendung

Inhaltlich bleiben die aktuellen Vorhaben in entscheidenden Punkten zudem hinter den ökologischen Notwendigkeiten zurück:

  • PFAS: Die Ablehnung eines Totalverbots ganzer Stoffgruppen wie PFAS ist aus Sicht der Industrie zu begrüßen. Allerdings lässt sich die langfristige Belastung von Stoffkreisläufen mit den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ so nicht lösen, da einzelne Stoffe und Stoffgruppen nur schwer bzw. nicht substituierbar sind. Ein Dilemma, in dem sich vor allem die chemische Industrie befindet.
  • Lebensmittelabfälle: Die neue EU-Abfallrahmenrichtlinie sieht zwar Reduzierungsziele für Handel und Konsum vor, spart jedoch die Primärproduktion (Landwirtschaft) bei den Reduzierungszielen komplett aus. Damit bleibt ein signifikanter Teil unreguliert.

Fokus auf Geschwindigkeit statt Qualität

Die aktuellen Entwicklungen im Kreislaufwirtschaftsrecht, von der Erleichterung des vorzeitigen Baubeginns für Deponien bis hin zur Ermessensentscheidung über Erörterungstermine im Infrastrukturzukunftsgesetz zeigen einen klaren Trend: Die Kreislaufwirtschaft der Zukunft wird, soweit sie lediglich auf einer „pragmatischen“ Verwaltung des Status Quo beharrt, das Ziel einer echten Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch verfehlen.

Zeitplan des Abfallwirtschaftsplans Bayewrn: Zu wenig, zu spät?

Die Notwendigkeit zur Aktualisierung und Fortschreibung des Abfallwirtschaftsplans Bayern, der in der aktuellen Fassung aus dem Jahre 2014 stammt, ist unbestritten. Die vollständige Veröffentlichung wird für Ende 2026 angestrebt. Kritiker bemängeln, dass die strategische Planung den aktuellen ökologischen Herausforderungen hinterherhinkt.

Aber: Erfolg in der Heilung von Umweltvergehen

Die jüngst abgeschlossene Rückholung von 692 t illegal nach Tschechien verbrachter Abfälle im Februar 2026 ist sicher als Erfolg zu werten, zeigt jedoch auch die tiefgreifenden Lücken im System. Die Umweltverwaltungen kämpfen durch den Mangel an Personal aber damit, effektive Kontrollen nicht durchgängig und nur lückenhaft durchführen zu können.

Die Kooperationspartner der Bayerischen Abfall- und Deponietage:

Die Unterstützer und Aussteller der 27. Bayerischen Abfall- und Deponietage 2026: